Bildungsscheck NRW
Die Ziele des Bildungsschecks NRW sind klar: Beschäftigung sichern sowie Fachkräfte gewinnen und halten. Damit richtet sich der seit dem 01.01.2015 neu gestaltete Bildungsscheck NRW besonders an Zugewanderte, An- und Ungelernte, Beschäftigte ohne Berufsabschluss und Berufsrückkehrende. Bildungsschecks können sowohl von Privatpersonen als auch von Betrieben (außer Öffentlicher Dienst) mit bis max. 249 Beschäftigten in Anspruch genommen werden. Sofern die Kosten der Weiterbildungsmaßnahme mindestens 500 Euro betragen, übernimmt das Land 50 % davon. Die maximale Förderhöhe beträgt 500 Euro pro Bildungssscheck, den Rest der Kurskosten zahlt der Beschäftigte oder das Unternehmen.
Grundsätzlich ist eine individuelle Beratung in einer der vielen Beratungsstellen erforderlich, um einen Bildungsscheck zu erhalten. Ausführliche Informationen zu den Rahmenbedingungen und zu den für Sie zuständigen Beratungsstellen erhalten Sie unter www.bildungsscheck.nrw.de.
WeGebAU
WeGebAU ist ein Kunstname und bedeutet Weiterqualifizierung von Geringerqualifizierten und älteren Arbeitnehmern in Unternehmen. Seit dem 01.04.2012 gelten für das Programm folgende aktuelle Regelungen: beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bei beruflicher Weiterbildung durch volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn

  1. Sie bei Beginn der Teilnahme das 45. Lebensjahr vollendet haben
  2. Sie im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses für die Zeit der Teilnahme an der Maßnahme weiterhin Anspruch auf Arbeitsentgelt haben,
  3. der Betrieb, dem sie angehören, weniger als 250 Beschäftigte hat,
  4. die Maßnahme außerhalb des Betriebes, dem Sie angehören, durchgeführt wird,
  5. Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen und
  6. der Träger und die Maßnahme für die berufliche Weiterbildungsförderung zugelassen sind.

Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können bei beruflicher Weiterbildung durch die volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden. Zusätzlich zu den vorgenannten Voraussetzungen (Nummern 2 bis 6) muss der Arbeitgeber mindestens 50 Prozent der Lehrgangskosten tragen und die Maßnahme vor dem 31. Dezember 2014 beginnen.

Qualifizierungsinitiative des Bundes und Bildungskredit
Weitere Möglichkeiten zur Förderung von Qualifizierungen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (www.bmbf.de).
Bildungsprämie
Sie wollen beruflich weiterkommen und möchten sich weiterbilden? Sie haben schon einen Kurs oder Lehrgang gefunden, den Sie sich so aber nicht leisten können? Oder Sie möchten zum Thema Weiterbildungsangebote beraten werden? In jedem Fall sind Sie bei der Bildungsprämie richtig. Seit Dezember 2008 zahlt sich Weiterbildung auch im wörtlichen Sinn aus – mit der Bildungsprämie. Denn wenn Sie einen Kurs, einen Lehrgang oder ein Seminar besuchen, um im Beruf ein Stück voran zu kommen, erhalten Sie einen Prämiengutschein – es gibt also Bares vom Staat. Der Prämiengutschein kann für Sie bis zu 500,- Euro wert sein.
Eigenfinanzierung
Allgemein ist die Weiterbildung eine Investition in die eigene Zukunft.
Bei der Eigenfinanzierung trifft das im doppelten Sinne zu, Sie tragen die Lehrgebühren selbst und steigern so Ihren `Marktwert`.
Steuertipps
Nach dem Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofes vom 17.12.2002 sind die Aufwendungen für Fort- und Weiterbildungen sowie für Umschulungen als Werbungskosten absetzbar. Voraussetzung ist eine berufliche Veranlassung der Weiterbildung, d. h. die Weiterbildung ist für die beruflichen Aufgaben des Arbeitnehmers förderlich.
Das Urteil finden Sie unter dem Aktenzeichen VI R 137/01 als BFH Urteil im Internet (z. B. unter http://www.steuerspar-urteile.de). Für die konkrete Anwendung in Ihrem Falle empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit Ihrem Finanzamt und Steuerberater.
Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – „Meister BAföG“
Das “Meister-BAföG” (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – AFBG) unterstützt die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell und erleichtert die Gründung von Existenzen. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung – grundsätzlich in allen Berufsbereichen, einschließlich der Gesundheits- und Pflegeberufe, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird. Sei es Vollzeit, Teilzeit, schulisch, außerschulisch, mediengestützt oder als Fernunterricht. Die Antragstellerinnen und Antragsteller dürfen noch nicht über eine berufliche Qualifikation verfügen, die dem angestrebten Fortbildungsabschluss mindestens gleichwertig ist. Eine Altergrenze besteht nicht. Nähere Informationen finden Sie unter www.meister-bafoeg.info.
Bildungsgutschein
Bildungsgutscheine können ausschließlich bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Es werden hiermit in der Regel arbeitsuchende bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen gefördert.
Bei Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen kann die jeweilige Bundesagentur für Arbeit Bildungsgutscheine zur Förderung der beruflichen Weiterbildung ausgegeben. Zuvor erörtert der/die Interessent/in zusammen mit dem Berater den jeweiligen Fortbildungsbedarf in einem persönlichen Termin.
Nach der Ausgabe des Bildungsgutscheins kann die Bildungsinterestin oder der Bildungsinteressent bei einem für die Weiterbildungsförderung zugelassenen Träger in einem Zeitraum von 3 Monaten den Bildungsgutschein einlösen.